Frankfurter Kinder lassen ihrer Fantasie während einer achtwöchigen Spielzeug-Fastenaktion freien Lauf.

Children playing creatively without toys.

In einem einzigartigen Projekt eines Frankfurter Kindergartens nehmen die Kinder an einer achtwöchigen „Spielzeugfastenzeit“ teil, in der sämtliche Spielsachen weggeräumt werden. Dieser ungewöhnliche Ansatz zielt darauf ab, Kreativität und Fantasie zu fördern, indem äußere Ablenkungen beseitigt werden und die Kinder angeregt werden, eigene Spiele und Lösungen zu erfinden.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Kinder in einer Frankfurter Kita verzichten freiwillig acht Wochen lang auf Spielzeug.
  • Die Initiative soll Fantasie und Kreativität fördern.
  • Diese Praxis hat in Kita seit über 25 Jahren Tradition.

Das Konzept hinter dem Spielzeug Fast

Kita-Leiterin Elfriede Reissmüller erklärte, dass der Kindergarten seit über 25 Jahren eine jährliche, achtwöchige Phase durchführt, in der sämtliches Spielzeug eingelagert wird. Die Kinder werden dann dazu angeregt, ihre inneren Ressourcen zu nutzen und ihre Fantasie und Kreativität einzusetzen, um sich selbst zu beschäftigen und mit Gleichaltrigen zu interagieren. Diese Methode, die zunächst kontraintuitiv erscheint, soll wichtige Fähigkeiten für die zukünftige Entwicklung fördern.

Förderung von Kreativität und Unabhängigkeit

Das Fehlen von leicht zugänglichem Spielzeug regt Kinder dazu an, kreativ zu denken. Anstatt auf vorgefertigte Spielsachen zurückzugreifen, werden sie dazu angeregt, eigene Spiele zu erfinden, Geschichten zu erfinden und neue Wege zu finden, mit ihrer Umgebung und untereinander zu interagieren. Dieser Prozess kann zu einem tieferen Verständnis von Problemlösungsstrategien führen und ihre Fähigkeit zum selbstständigen Denken stärken. Die Initiative unterstreicht die potenziellen Vorteile einer Reduzierung äußerer Reize, um die innere Entwicklung und das fantasievolle Spiel zu fördern.

Quellen